Im heimischen Garten oder im Wintergarten, in großen Räumlichkeiten oder im Gewächshaus, lassen sich sowohl winterharte Palmen- und Bananensorten als auch nicht frostresistente Arten sehr gut halten. Meist werden diese Staudengewächse in einer Wuchshöhe bis 60 cm erworben. Aber man kann sie auch selbst ziehen. In einer Samenpackung befinden sich bis zu zehn Samen. Dafür gilt es, ein möglichst schattiges, warmes Plätzchen sowie ein Anzuchtgefäss oder einen Beutel zu finden. Denn die Sämlinge lassen sich zumeist sehr viel Zeit mit dem Keimen und man kann sich hier durchaus auf ein halbes oder ganzes Jahr Wartezeit einrichten.
Vorkeimen und Anzucht
Die Samen lässt man am besten einen Tag lang in Wasser vorkeimen. Danach werden sie zwei bis drei Zentimeter tief in das keimfreie Substrat gesteckt und dürfen sich hier auch nicht berühren. Als Anzuchtmaterial eignen sich KokoHum, Cocossubstrat oder auch Perlite. Da der Keimvorgang so langwierig ist, sollte das Anzuchtgefäss möglichst luftdicht verschlossen werden, um auch noch so kleinen Insekten den Zugang zu verwehren. Das Substrat darf nur ganz wenig feucht sein bei der Anzucht, ansonsten droht den Samen schnell eine Fäulnis.
Einpflanzen und Pflege
Nach einigen Wochen schaut man öfter einmal nach, ob sich bereits Wurzeln gebildet haben. Dann ist die Zeit des Einpflanzens gekommen. Den Keimling steckt man mit der Triebspitze nach oben in sein erstes Pflanzgefäss, das für die nächsten zwei Jahre sein Zuhause sein wird. Deshalb sollte es, vor allem in der Höhe, nicht zu klein gewählt werden. Auch hier empfiehlt sich, einen großen Teil des Pflanzsubstrates mit Anzuchtmaterial zu bestreiten, aber vielleicht auch schon etwas Gartenerde und auch etwas Sand hinzu zu mischen. Und wieder gilt, das Substrat für die kleine Pflanze nur leicht feucht zu halten. Sie sollte jetzt nicht zu warm und auch nicht direkt in der Sonne stehen. So können sich in aller Ruhe die ersten wenigen Blätter bilden.
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