Die Berufsausbildung zum Floristen bzw. zur Floristin ist ein zugelassener Beruf, der zuvor Blumenbinder bzw. Blumenbinderin genannt wurde. Und das ist wiederum eine Spezialisierung, die sich aus der gärtnerischen Produktion von Schnittblumen entwickelt hat. Obwohl eine mehr handwerkliche und schon fast künstlerische Tätigkeit, ist der Beruf des Floristen heute im Handel angesiedelt. Und zwar hier vorzugsweise in kleinen Blumengeschäften, aber auch in großen Garten- und Baumärkten, im Großhandel, in Gärtnereien und im Bestattungswesen.
Organisation der Ausbildung
Wer sich für diese Ausbildung interessiert, sollte Sinn für Farben und Formen besitzen, die deutsche Sprache sowie die Mathematik gut beherrschen und gern mit Menschen umgehen. Der Beruf selbst setzt keinen schulischen Abschluss zwingend voraus. Nach einem zehnjährigen Schulbesuch bewerben sich interessierte Jugendliche um eine Ausbildung zum Floristen. Der Ausbildungsbetrieb meldet sie dann bei der Berufsschule an. Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre und wird im dualen System durchgeführt. Etwa einen Tag pro Woche besucht der Auszubildende die Berufsschule und an den anderen Tagen lernt er im Ausbildungsbetrieb.
Inhalte der Ausbildung
Während der Ausbildung lernen die Mädchen und Jungen florales Grundwissen und Handwerkszeug. Sie pflegen die Pflanzen und gestalten die verschiedensten Arrangements. Sie beraten Kunden, kümmern sich um den Einkauf und die Abrechnung, kalkulieren den entsprechenden Aufwand und bemühen sich um einen guten Verkauf ihrer Produkte. Die Tätigkeit als Florist ist also sehr vielfältig und interessant.
Alternativen
Alternative Berufe zum Floristen sind der Gärtner, Fachrichtung Zierpflanzenbau, Fachrichtung Friedhofsgärtnerei oder Fachrichtung Staudengärtnerei. Auch die allgemeinen Ausbildungsberufe des Kaufmanns im Einzelhandel oder des Verkäufers wären hier gut geeignet. Und im handwerklichen Bereich würde sich der Gestalter für visuelles Marketing sowie der Raumausstatter empfehlen. Denn die Ausbildung zum Floristen erfordert körperliches Stehvermögen, relative Klimaunempfindlichkeit sowie ein ständiges Zusammentreffen mit Blütenpollen und Pflanzenschutzmitteln. Wer hier empfindlich ist oder möglicherweise Probleme mit dem Erkennen von Farben hat, wird vermutlich in diesem Beruf nicht glücklich.
Bildquelle: Flower Factor @ Flickr